Seite wählen

ALEXANDRA POPP
TRIFFT
HORST HRUBESCH

ALEXANDRA POPP

ist 1991 geboren und in Silschede aufgewachsen. Sie stürmt als #11 für den VfL Wolfsburg. Zudem ist sie Kapitänin der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen. Sich durchzusetzen lernte Alex früh: Mit vier Jahren begann sie mit dem Fußballspielen – als einziges Mädchen auf dem Platz.

#IMKAEFIG IN HANNOVER TRIFFT ALEXANDRA POPP IHREN EHEMALIGEN NATIONALTRAINER HORST HRUBESCH.

Horst Hrubesch war selbst Fußballprofi – sein Name in aller Munde: Mit dem Hamburger Sportverein gewann er drei deutsche Meisterschaften und den Europapokal der Landesmeister – die heutige Champions League. Mit zwei Toren sorgte er 1980 dafür, dass Deutschland gegen Belgien Europameister wurde. Nach seiner aktiven Zeit wurde er Trainer und betreute auch die Nationalmannschaft der Frauen. Aus dieser Zeit kennen sich Horst Hrubesch und Alex Popp. Alex begann ihre Fußballlaufbahn als einziges Mädchen in einer Jungenmannschaft. Ihr selbst war der Unterschied zu ihren Mitspielern nicht so wichtig, von anderen wurde er ihr aber immer wieder deutlich vor Augen geführt.

„Die denken, ich kann nichts, weil ich ein Mädchen bin“, erinnert sich Alex. „Und ich habe es denen einfach gezeigt und plötzlich waren alle ruhig auf der Außenlinie.“

Alex fühlt sich durch den Widerstand bestätigt darin, weiterzumachen. Es spornt sie in ihrem Ehrgeiz nur noch weiter an, die Kritiker mit ihrer Leistung zu überzeugen. Dabei hat sie vor allem so manchen Jungen überrascht.

„Man hat schon gemerkt, dass sie es interessant fanden, dass ein Mädchen, das vielleicht gerade umgegrätscht wurde, plötzlich aufsteht. Sich den Mund abwischt, die Asche aus dem Gesicht macht und weiter geht’s“, sagt Alex. „Das war für die irgendwie kein normales Bild, dass Mädels selbstbewusst und ehrgeizig wieder aufstehen können.“

Mit 13 Jahren wechselt Alexandra in eine Mädchenmannschaft – gezwungenermaßen. Eigentlich wollte sie den Fußball aufgeben. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es auch andere Mädchen gibt, die Fußballspielen. Begegnet war ihr bisher noch keines. Heute steht sie als Kapitänin der Fußballnationalmannschaft der Frauen an der Spitze der besten Fußballerinnen des Landes. Und da sind sich Alex Popp und ihr ehemaliger Trainer Horst Hrubesch einig: Sie haben es nicht nötig, sich zu vergleichen.

„Schön wäre es, wenn man einfach in Zukunft nur vom Fußball spricht und dann nicht immer wieder die Vergleiche setzt“, sagt Alex. „Wir spielen gegen Frauen und nicht gegen Männer – da macht es keinen Sinn zu vergleichen.“

ist eine Webvideo-Serie der Bundeszentrale für politische Bildung. Zehn Fußballprofis treffen auf ihre Weggefährten und sprechen über das, was im Leben zählt. Unter anderem dabei sind Karim Bellarabi, Davie Selke, Daniel Keita-Ruel, Kenny Prince Redondo, Maxi Eggestein, Alexandra Popp, Sara Doorsoun, Felicitas Rauch, Ibrahima Traoré, Ahmed Kutucu, Serdar Dursun,  René Klingenburg, Levent Mercan, Ralf Minge, Marco Bode und Horst Hrubesch.

#imkaefig - 10 Geschichten aus dem echten Leben. Und eine Liebeserklärung an den Bolzplatz.

Visit Us
Follow Me
Snapchat
SOCIALICON