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KEITA-RUEL TRIFFT KENNY PRINCE REDONDO

DANIEL KEITA-RUEL

ist 1989 geboren und stürmt als #10 für den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Aufgewachsen ist er in Wuppertal, der Bolzplatz war sein Zuhause. In einem Viertel, das als sozialer Brennpunkt gilt, drehte sich hier alles nur um Fußball. Die Faszination für den Straßenfußball prägt „Keita“ bis heute.

KENNY PRINCE REDONDO

ist 1994 in München geboren und spielt als #27 im Mittelfeld für SpVgg Greuther Fürth. Er wuchs in einem Münchner Plattenbau auf, der Bolzplatz war für ihn ein wichtiger Anlaufpunkt: Dort war immer jemand, mit dem er Fußball spielen konnte. Einige seiner schönsten Erinnerungen stammen aus dieser Zeit.

#IMKAEFIG IN FÜRTH TRIFFT DANIEL KEITA-RUEL SEINEN MANNSCHAFTSKOLLEGEN KENNY PRINCE REDONDO. 

Daniel und Kenny Prince teilen ihre Leidenschaft für den Bolzplatz: Hier lernten sie das Fußballspielen und träumten von der Karriere als Profi. Als aus dem Traum dann Realität wurde, schien für Daniel zunächst alles perfekt. Im Rückblick sieht er das heute anders:

„Man hat früh Geld verdient, Sponsoring-Sachen bekommen. Ich hatte einen kleinen Höhenflug und habe mich nicht auf das konzentriert, was wichtig war im Leben“, erinnert sich Daniel. „Aber zum Fußballprofi gehört nicht nur dazu, dass du Fußball spielen kannst. Wenn du nicht im Kopf funktionierst, kannst du noch so gut sein wie du willst.“

Daniels Leben gerät aus der Bahn: Er lernt neue Leute kennen. „Falsche Freunde“ nennt er sie heute, weil sie ihn zu Sachen gedrängt haben, auf die er eigentlich gar keine Lust hatte. Denn mit ihnen wird Daniel kriminell. An drei bewaffneten Raubüberfällen ist er beteiligt, sitzt dafür mehrere Jahre im Gefängnis. Hinter Gittern trainiert er jeden Tag, der Sport hilft ihm, die Zeit durchzustehen.

Auch sein Mannschaftskollege Kenny Prince hat die Erfahrung gemacht, dass Sport nicht nur den Körper stark macht:

„Ich bin in einer Plattenbausiedlung aufgewachsen“, erinnert sich Kenny. „Ich habe auch Leute kennengelernt, die auf die falsche Bahn geraten sind. Aber ich habe mich für meinen Sport entschieden.“

Daniel bezeichnet die Zeit im Gefängnis heute als größte Lehre seines Lebens. So beschreibt er es auch in seinem Buch, in dem er die Erlebnisse verarbeitet. Im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs trifft er einen Menschen wieder, der zu seinem Opfer geworden war. Ein schwieriger Moment. Denn seine Schuldgefühle sind geblieben – bis heute.

„Es war mir wichtig, dass ich mich persönlich entschuldige und sage, dass ich diesen Fehler bereue“, sagt Daniel. „Genauso wie ich den „Mut“ hatte Scheiße zu bauen, muss man dann auch den Mut haben zu versuchen den Fehler wieder gerade zu bügeln“.

ist eine Webvideo-Serie der Bundeszentrale für politische Bildung. Zehn Fußballprofis treffen auf ihre Weggefährten und sprechen über das, was im Leben zählt. Unter anderem dabei sind Karim Bellarabi, Davie Selke, Daniel Keita-Ruel, Kenny Prince Redondo, Maxi Eggestein, Alexandra Popp, Sara Doorsoun, Felicitas Rauch, Ibrahima Traoré, Ahmed Kutucu, Serdar Dursun,  René Klingenburg, Levent Mercan, Ralf Minge, Marco Bode und Horst Hrubesch.

#imkaefig - 10 Geschichten aus dem echten Leben. Und eine Liebeserklärung an den Bolzplatz.

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